Katharina Schmieg

This was published in the following publications on 30.11.2024:
Badische Zeitung

<p>Katharina<br />Ich suche allerlanden eine Stadt,<br />Die einen Engel vor der Pforte hat.<br />Ich trage seinen großen Flügel<br />Gebrochen schwer am Schulterblatt<br />Und in der Stirne seinen Stern als Siegel.<br />Und wandle immer in die Nacht.<br />Ich habe Liebe in die Welt gebracht,<br />Daß blau zu blühen jedes Herz vermag,<br />Und hab ein Leben müde mich gewacht,<br />In Gott gehüllt den dunklen Atemschlag.<br />O Gott, schließ um mich deinen Mantel fest;<br />Ich weiß, ich bin im Kugelglas der Rest,<br />Und wenn der letzte Mensch die Welt vergießt,<br />Du mich nicht wieder aus der Allmacht läßt<br />Und sich ein neuer Erdball um mich schließt.</p><p>In unendlicher Liebe<br />Kordelia, Philipp, Martin</p>

Katharina
Ich suche allerlanden eine Stadt,
Die einen Engel vor der Pforte hat.
Ich trage seinen großen Flügel
Gebrochen schwer am Schulterblatt
Und in der Stirne seinen Stern als Siegel.
Und wandle immer in die Nacht.
Ich habe Liebe in die Welt gebracht,
Daß blau zu blühen jedes Herz vermag,
Und hab ein Leben müde mich gewacht,
In Gott gehüllt den dunklen Atemschlag.
O Gott, schließ um mich deinen Mantel fest;
Ich weiß, ich bin im Kugelglas der Rest,
Und wenn der letzte Mensch die Welt vergießt,
Du mich nicht wieder aus der Allmacht läßt
Und sich ein neuer Erdball um mich schließt.

In unendlicher Liebe
Kordelia, Philipp, Martin

Beach

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5mos

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Immer in Liebe


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In Liebe, Schwester meines Herzens


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6mos

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Liebe Familie Schmieg, wir denken an diesem schweren und dunklen Tag ganz besonders an Ihre Familie. 🙏🏻 Angela Meyer mit Familie


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7mos

der Himmel weint


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8mos

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8mos

Welch redendes Schweigen zwischen uns, geliebte selige Seele meiner Mutter. Welch redendes Schweigen. Fortgefallen ist alles bis auf unsere Bestimmung. Der Tod ist der Aufzehrer des Überflüssigen. Du nahmst mich tief mit in deinen Tod und hast mich wieder entlassen, wo der Säer dein Vollbrachtes in das Randlose eintrug. In den Nächten, weiter hinausgebettet, reicht sich alles Leid, das unterwegs ist, die Hände. Unser redendes Schweigen. Ach, es geht nur von mir zu dir. Und doch Augenblicke, gestreift von der Gnade, weiß ich, wie Lächeln geboren wird. Und lerne rückwärts. Und die verschlossenen Türen gehen auf. Das redende Schweigen. Alle meine Worte sind nur Schilder und Grabtafeln. Du nur weisst, was darunter verblutet ist. Und der Stern dreht sich mit seinen Blindenhöhlen, die weinen und reifen. Unser redender Schweigeweg. Wunderbare Musik der fragenden und antwortenden Übereinstimmung.

Hope


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10mos

Lasst uns das Leben leise wieder lernen. Es könnte sonst eines Vogels Lied, das Füllen des Eimers am Brunnen unseren schlecht versiegelten Schmerz aufbrechen lassen und uns wegschäumen - Aber zusammen hält uns nur noch der Abschied, der Abschied im Staub hält uns mit euch zusammen.

RW


1

10mos

Sandkörner wir beide, dunkel vor Abschied

In Liebe R.


1

10mos

Mein Herz, mein Herz! Wen soll ich nach dir fragen ?

Niope D.


1

10mos

Doch Gott, der uns die Herzen gibt, hat mich so fremd für ihn gemacht. Nun weine ich oft Tag und Nacht und fülle meinen dunklen Krug mit Tränen wie mit roten Beeren, die sich von Stund zu Stunde mehren, und manchmal kommt ein schwerer Flug von schwarzen Vögeln, welche klagen. Ich weiß nicht: soll ich sie verjagen und meinen Tränenkrug beschützen?

Anne


1

10mos

Warum ?

W.


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11mos

Wieviel Meere im Sand verlaufen, wieviel Sand hart gebetet im Stein, wieviel Zeit im Sanghorn der Muscheln verweint… wieviel Todverlassenheit um die Wurzel des Wortes: Du -

Joshua


1

11mos

Es ist, was es ist, sagt die Liebe.

Rose


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11mos

Ich habe Liebe in die Welt gebracht

Anna


2

11mos

Liebe Katharina, all die gemeinsamen Wege, all die gemeinsamen Himmel - so wie alle Wege und alle Himmel enden. Meine Fragen an Euch. Meine Tränen. Die Spur Deiner Füße im Sand, da wo die Sonne im Untergehen behutsam die Erde berührt -

Ruma W.


2

11mos

Mein Dunkel, mein Dunkel, da steh ich mit dir, und alles geht draußen vorbei; und ich wollte, mir wüchse, wie einem Tier eine Stimme, ein einziger Schrei für alles-.

GW


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11mos

Du fehlst mir so!

Anna


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IcH ließ meinen Engel lange nicht los, und er verarmte mir in den Armen und wurde klein, und ich wurde groß: und auf einmal war ich das Erbarmen, und er eine zitternde Bitte bloß. Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, - und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand; er lernte das Schweben, ich lernte das Leben, und wir haben langsam einander erkannt... SEIT mich mein Engel nicht mehr bewacht, kann er frei seine Flügel entfalten und die Stille der Sterne durchspalten, - denn er muß meiner einsamen Nacht nicht mehr die ängstlichen Hände halten - seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

Anne Mutter


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1yr

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Wenn wir schlafen gehn, Weinen wir hier in die Kissen: Wachen ist tiefes Vermissen. Schlafen ist Heimwärtswehn. Wenn wir schlafen gehen, Werden wir liebend gebettet: Engel naht, tränenverspätet, Schwindet auf duftenden Zehn. Wenn wir schlafen gehen Üben wir lächelnd das Sterben.

Ansgar Ub.


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manchmal freilich stirbt der Himmel unsern Scherben voraus

RW


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Über aller dieser deiner Trauer: kein zweiter Himmel.

RW


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War sie der große Engel, der neben mir ging? Oder liegt meine Mutter begraben unter dem Himmel voll Rauch - wie blüht es blau über ihrem Tode. Wenn meine Augen doch hell schienen und ihr Licht brächten. Wäre mein Lächeln nicht versunken im Antlitz, ich würde es über ihr Grab hängen. Aber ich weiß einen Stern, auf dem immer Tag ist; den will ich über ihre Erde tragen. Ich werde jetzt immer ganz allein sein wie der große Engel, der neben mir ging.

Anne Mutter


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1yr

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